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Die faszinierende Welt der Pferdeverdauung

Pferde sind majestätische Tiere, die seit Jahrhunderten die Menschen faszinieren. Egal, ob sie als Reittiere, Arbeitspferde oder einfach als Freunde gehalten werden, es ist wichtig, ihre Bedürfnisse zu verstehen, um optimal für sie sorgen zu können. Ein entscheidender Aspekt der Pferdegesundheit ist ihre Verdauung. In diesem Blogbeitrag werden wir die erstaunliche Welt der Pferdeverdauung erkunden.
 

Der Verdauungstrakt des Pferdes ist ein komplexes System, das für die Verarbeitung von Futter und Nährstoffen optimiert ist. Im Gegensatz zu uns Menschen sind Pferde Pflanzenfresser und haben sich im Laufe der Evolution an eine spezielle Ernährungsweise angepasst.

 


 

Das Maul: 
Die Verdauung beginnt bereits im Maul, wo die Zähne des Pferdes dazu dienen, Gras, Heu und anderes Futter zu zerkleinern. Der Speichel des Pferdes enthält Enzyme, die bei der Vorverdauung von Stärke helfen. Hier ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass Pferde das Futter möglichst lange und langsam kauen, damit es genügend eingespeichelt werden kann.

 

Der Magen: 
Pferde haben einen vergleichsweise kleinen Magen, der etwa 10 bis 15 Liter fasst. Dieser Magenabschnitt ist für die schnelle Verarbeitung von leicht verdaulichen Nährstoffen wie Proteinen und Zucker verantwortlich und tötet unliebsame Keime ab. Wichtig ist hier zu beachten, dass nicht zu viel Feuchtfutter (Mash, Heucobs, Rübenschnitzel etc.) auf einmal aufgenommen wird, damit der Magen nicht überladen ist. Außerdem können große Mengen an Getreide und Fertigfutter lange im Magen verweilen (bis zu 5 Stunden), was zu vorzeitiger Vergärung der Stärke und damit zu Magenschleimhautreizungen bis hin zu -geschwüren führen kann.

 

Der Dünndarm: 
Dieser ist der längste Teil des Verdauungstrakts mit rund 20 Metern und spielt eine entscheidende Rolle bei der Verdauung und Aufnahme von Nährstoffen. Hier werden Kohlenhydrate, Proteine und Fette weiter abgebaut und aufgenommen - hier findet also der enzymatische Aufschluss der schnellverdaulichen Kraftfutterbestandteile statt. Die Faseranteile von Heu und Stroh werden hingegen weitgehend unverdaut zum Dickdarm weitergeleitet. Je besser Maul und Magen vorgearbeitet haben, desto leichter und effizienter kann der Darm arbeiten und es führt nicht zu Überbelastung, Übersäuerung oder Entzündungen. Da das Futter relativ schnell durch den Dünndarm passiert, ist es ratsam, das Kraftfutter/Zusatzfutter auf mehrere kleine Portionen (der Leistung entsprechend) aufzuteilen.

 

Die Bauchspeicheldrüse:

Die Bauchspeicheldrüse ist für die Sekretbildung von Proteasen, Lipasen und Amylasen zuständig, die zur Zerkleinerung von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten gebraucht werden. Hier findet auch die Verdauung von Öl und Fetten statt - in der Fütterung von Pferden gilt laut neuesten Studien ein Anteil von bis zu 500ml pro Tag als tolerierbar vom Körper, wobei dies keine Verzehrempfehlung darstellen soll und wir auch mit deutlich geringeren Mengen (zB von hochwertigem Hanföl) sehr positive Erfolge erzielen. 

 

Der Dickdarm: 
Der Dickdarm des Pferdes mit einer Länge von etwa 8 Metern und einem Volumen von fast 130 Litern besteht aus dem Blinddarm, dem großem und dem kleinem Kolon/Dickdarm. In diesen Gärkammern findet der Aufschluss der „unverdaulichen“ Nahrungsbestandteile, der Rohfaser, statt. Er dient der Fermentation von Fasern und Cellulose, die in Gras und Heu enthalten sind. In diesem Abschnitt erfolgt eine mikrobielle Verdauung, die es Pferden ermöglicht, auch rohfaserreiche Nahrung zu verwerten. Dabei liefern die Mikroorganismen flüchtige, hochverdauliche Fettsäuren (Essig-, Milch- und Propionsäure) zur Energiebereitstellung, sowie B-Vitamine (z.B. das hufhornbildende Biotin oder Vitamin B12). Die Mikroorganismen verlangen nach einem Mindest-Rohfasergehalt im Futter um zu überleben. Ist dieser Teil des Darms aus dem Gleichgewicht, wirkt sich das erheblich auf die Gesundheit des Pferdes aus.

 

Der Mastdarm & Grimmdarm: 

Der Grimmdarm, der vielen kein Begriff sein wird, ist gemeinsam mit dem Mastdarm der letzte Abschnitt des Verdauungstrakts und spielt eine entscheidende Rolle bei der Wasserrückgewinnung und der Bildung von Kot (allem, was nicht verdaut werden konnte). 

 

Die Bedeutung der Mikrobiota 

 

Ein Schlüsselaspekt der Pferdeverdauung ist die Rolle der Mikrobiota im Blinddarm. Pferde sind Nicht-Wiederkäuer Pflanzenfresser und verlassen sich auf eine komplexe Gemeinschaft von Mikroorganismen, um die Zellulose in ihrer Nahrung zu verdauen. Diese Mikroben produzieren Enzyme, die die schwer verdaulichen Pflanzenfasern aufschlüsseln und so die Energiegewinnung aus diesen Materialien ermöglichen.
 

Eine falsche Ernährung oder schnelle Futterumstellungen können das Gleichgewicht der Mikrobiota stören und zu Verdauungsproblemen führen, wie beispielsweise Koliken, Übersäuerung, Aufstoßen oder Blähungen. Auch Berührungsempfindlichkeiten am Bauch oder am Rücken können auf Verdauungsprobleme hindeuten.

 

Die Bedeutung von Raufutter 

 

Pferde sind auf eine ballaststoffreiche Ernährung angewiesen, um ihre Verdauung gesund zu erhalten. Heu und Gras sind die Hauptnahrungsquellen und sollten den Großteil der Ration ausmachen. Eine ausreichende Versorgung mit Raufutter hilft, die natürlichen Verdauungsprozesse des Pferdes zu unterstützen und beugt Verdauungsproblemen vor. 
 

Das Raufutter sollte auch im Kraftfutter vorhanden sein, damit die Pferde langsamer fressen und die Nahrung gut einspeicheln - ein wichtiger Vorgang in der Pferdeverdauung. Hierbei gilt es darauf zu achten, dass große Mengen Cobs von Heu, Grünhafer, Esparsette, Luzerne & Co. den Magen und Darm sehr belasten können. Insbesondere bei zu dünnen Pferden neigt man dazu, zu viel zu füttern - das kann sich aber kontraproduktiv auf die Verdauung auswirken.
 

Ein faszinierender Prozess mit speziellen Bedürfnissen

 

Die Verdauung beim Pferd ist ein faszinierender Prozess, der auf die speziellen Bedürfnisse der Vierbeiner zugeschnitten ist. Ein Verständnis der verschiedenen Verdauungsorgane und der Rolle der Mikrobiota im Verdauungstrakt ist entscheidend, um für das Wohlbefinden unserer Pferde zu sorgen. Die richtige Ernährung, insbesondere die Bereitstellung von ausreichend Raufutter, ist der Schlüssel zur Unterstützung einer gesunden Verdauung. Ein glückliches und gesundes Pferd beginnt im Magen – oder genauer gesagt, in seinem ganzen Verdauungstrakt.
 

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Hier sind einige wissenschaftliche Studien und Forschungsergebnisse zur Verdauung beim Pferd:
 

  • "Gastrointestinal Tract and Digestive Physiology in the Horse" (1998), von Harold C. Schott II: Diese umfassende Übersichtsarbeit beschäftigt sich mit der Anatomie und Physiologie des Verdauungstrakts beim Pferd. Sie bietet einen tiefen Einblick in die verschiedenen Verdauungsorgane und -prozesse
  • "The Microbiome of the Horse Gastrointestinal Tract and Its Relation to Fermentation and Digestive Health" (2015) von P. Harris, S. A. Julliand, und P. R. D. Boer: Diese Studie untersucht die mikrobielle Gemeinschaft im Magen-Darm-Trakt des Pferdes und ihre Bedeutung für die Verdauung und die Gesundheit des Pferdes.
  • "Nutrient Digestibility and Fiber Characteristics of Barley and Barley by-Products in Horses" (2017) von L. M. Stock et al.: Diese Studie befasst sich mit der Verdauung von Gerste und ihren Nebenprodukten bei Pferden. Sie untersucht die Nährstoffverdaulichkeit und die Auswirkungen auf die Pferdegesundheit.
  • "Effects of Feeding and Meal Feeding on Blood Glucose and Insulin Responses in Horses" (2006) von L. M. Lawrence et al.: In dieser Studie werden die Auswirkungen von Fütterungspraktiken und Mahlzeitenfrequenz auf den Blutzucker- und Insulinspiegel bei Pferden untersucht.
  • "Comparison of the Cecal and Fecal Microbiota of Horses in Different Geographic Locations" (2018) von C. M. Costa et al.: Diese Forschung konzentriert sich auf Unterschiede in der Mikrobiota des Blinddarms und des Darms bei Pferden in verschiedenen geografischen Regionen.
  • "Equine Gastric Ulcer Syndrome: A Review" (2018) von T. A. Smith: Diese Übersichtsarbeit behandelt das Thema Magengeschwüre beim Pferd und deren Einfluss auf die Verdauung und das Wohlbefinden der Tiere.